Höckerkopfgecko / Rhacodactylus auriculatus
Der Höckerkopfgecko (auch Gargoyle Gecko) ist eine robuste, nachtaktive, semi-arboreale Art aus Neukaledonien. Er ist kräftiger gebaut als Correlophus ciliatus, besitzt einen massiven Kopf, variable Farb- und Musterformen und gilt als einer der tolerantesten, stabilsten Geckoarten überhaupt. Optimal für strukturierte, feuchtwarme Terrarien mit vielen Ästen und Korkröhren.
Größe und Gewicht
• Gesamtlänge: 18–25 cm
• Kopf-Rumpf-Länge: 9–12 cm
• Gewicht: 45–70 g (Männchen eher leichter, Weibchen fülliger)
• Typisch: knöcherne „Höcker“ am Kopf, robuster Körperbau
Verbreitung & Lebensraum
Herkunft:
• Neukaledonien (Grand Terre)
Lebensräume:
• Tropischer Bergregenwald
• Feuchte, bewaldete Höhenlagen
• Dichte Vegetation, Moos, Kletterstrukturen
• Nachtaktiv, klettert viel an Rinde, Ästen, Lianen
• Tagsüber in engen Verstecken
Ernährung in Terrarienhaltung
Omnivor, sehr einfach zu füttern.
Frucht-/Gelee-Mischungen (Grundnahrung):
• Repashy „Crested Gecko Diet“
• Pangea Gecko Mix
• Arcadia EarthPro Gecko
Insekten (2–3× pro Woche):
• Heimchen
• Grillen
• Schaben
• Fliegen
• Kleine Heuschrecken
• Zophoba/Mehlwürmer selten
Supplementierung:
• Fertigbrei enthält meist alles Notwendige
• Bei Insektenfütterung: Calcium 2×/Woche, Vitamine 1×/Woche
Lebenserwartung
• 12–15 Jahre
• Sehr robuste Art – 18 Jahre sind dokumentiert
Haltung
Temperatur:
• Tag: 22–26 °C
• Nacht: 18–22 °C
• Keine dauerhafte Hitze über 28 °C
• Lokaler Spot mit 28–30 °C möglich, aber nicht zwingend
Luftfeuchtigkeit:
• Tags: 50–70 %
• Nachts: 70–90 %
• 1–2× tägliches Sprühen
• Sehr gute Belüftung notwendig (Stichwort: „New Caledonia Dry-Wet Cycle“)
Terrarium & Einrichtung
Für 1 Tier:
45 × 45 × 60 cm (Exo Terra Standard)
Für 1.1 oder 1.2:
60 × 45 × 90 cm oder größer
→ Diese Art profitiert stark von Höhe + Struktur.
Einrichtung:
• Korkröhren (essentiell!)
• Dicke Äste und Lianen
• Viele enge Verstecke
• Stabil bepflanzbar:
– Epipremnum
– Philodendron
– Bromelien
– Ficus pumila
• Drainageschicht + Waldboden-/Kokoshumusgemisch
• Feuchte Rückzugsplätze, trockene Zonen oben
Beleuchtung
Nachtaktiv, UVB optional – aber empfohlen für Gesundheit.
Pflicht:
• LED-Tageslicht für Rhythmus
• Optional UVB 2–5 % (fördert Vitalität & Knochengesundheit)
Kein starker Spot nötig, aber:
• leichte Wärmezonen verbessern Aktivität & Verdauung
• Terrarium hell tragen zu natürlichem Verhalten bei
Wasser
• Sprühwasser wichtiger als Schale
• Trinkinseln auf Blättern
• Flache Wasserschale zusätzlich empfehlenswert
• Tägliches Sprühen
Sozialverhalten
• 1.1 möglich
• 1.2 möglich bei großem Setup
• Zwei Männchen NICHT haltbar
• Bei Paaren: Weibchen nach Eiablage erholen lassen
• Sehr territorial als adulte Männchen
• Jungtiere nicht mit Adulten vergesellschaften
Besonderheiten & typische Fehler
• Zu hohe Temperaturen → Stress, Futterverweigerung
• Zu wenig Struktur → Bisse, Verletzungen, Stress
• Zu hohe Feuchte ohne Luftstrom → Schimmel, Atemprobleme
• Reiner Insektenfutterplan → Mangelerscheinungen
• Zu große Beutetiere → Verdauungsstörungen
Gut zu wissen:
• Sehr variabel im Farbmuster (Stripes, Reticulated, Red, Orange etc.)
• Ruhiger als Ciliatus, aber kräftiger & robuster
• Sehr gute Terrarienstarterart – aber mit professioneller Struktur