Korallenfingerfrosch / Australischer Laubfrosch (Litoria caerulea)
Litoria caerulea ist einer der bekanntesten und robustesten Laubfrösche der Welt. Er stammt aus Australien und Neuguinea und ist für seine ruhige Art, enorme Anpassungsfähigkeit und den charakteristischen „fetten“ Körperbau bekannt. Dieser Frosch wird relativ groß, ist nachtaktiv und lebt in der Natur sowohl im Regenwald als auch in menschlichen Siedlungen. In der Haltung gilt er als unkompliziert – aber er benötigt Platz, stabile Temperaturen und eine leicht feuchte Umgebung.
Größe und Gewicht
• Körperlänge: 7–11 cm
• Gewicht: 50–90 g (manche Weibchen deutlich schwerer)
• Weibchen meist größer und fülliger als Männchen
Verbreitung und Lebensraum
Herkunft:
• Australien (Nord- und Ostaustralien)
• Neuguinea
• Teile Indonesiens
Lebensräume:
• Tropischer Regenwald
• Feuchte Savannen
• Mangroven und Waldränder
• Sehr anpassungsfähig – auch in Häusern, Toilettenanlagen, Wasserbehältern und Gärten
Ernährung in Terrarienhaltung
Generalistischer Insektenfresser.
Typische Futtertiere:
• Grillen, Heuschrecken, Schaben
• Heimchen
• Regenwürmer
• Wachsmottenlarven (sparsam, sehr fetthaltig)
• Pinky-Mäuse nur extrem selten (nicht notwendig und führt schnell zu Verfettung)
Fütterung:
• Adulte 2–3× pro Woche
• Jungtiere 4–5× pro Woche
• Futter immer mit Calcium + Vitaminpräparaten bestäuben
• Vorsicht: Litoria caerulea neigt stark zu Übergewicht → Futterration kontrollieren
Lebenserwartung
• 10–15 Jahre typisch
• In optimaler Haltung >20 Jahre dokumentiert
Haltung
Temperatur:
• Tag: 24–28 °C
• Nacht: 20–22 °C
• Wärmespot bis max. 30 °C möglich
Überhitzung gilt als große Gefahr.
Luftfeuchtigkeit:
• 50–80 %
• Abends sprühen
• Nicht dauerhaft nass – chronische Feuchtigkeit führt zu Hautproblemen
Terrarium & Einrichtung:
• Mindestmaß (für 1–2 Tiere): 60 × 45 × 60 cm (L × B × H)
Einrichtung:
• Vertikale Strukturen: Korkröhren, Äste, große Blätter
• Feuchtes, gut drainiertes Substrat (Kokoshumus, Sphagnum, Erde)
• Große Wasserschale zum Baden – täglich reinigen
• Sehr gute Belüftung (Schimmelgefahr bei Staufeuchte)
Beleuchtung:
• Hell, 12-Stunden-Tagesrhythmus
• Niedrige UVB-Intensität kann sinnvoll sein (Vitamin-D-Stoffwechsel), aber nicht zwingend
• Pflanzenbeleuchtung bei bepflanzten Terrarien
Wasser:
• Große Schale mit sauberem Wasser
• Am besten Osmose/Regenwasser oder entchlortes Leitungswasser
Sozialverhalten:
• Gruppenhaltung möglich (1.2 oder 2.2), aber:
– Größendifferenzen vermeiden (Kannibalismus möglich)
– Rangordnung deutlich sichtbar
• Ruhige, wenig aggressive Art, aber sehr gefräßig → kleine Tiere sicher schützen