Tigersalamander (Ambystoma tigrinum tigrinum)
Der Tigersalamander ist eine der größten nordamerikanischen Salamanderarten. Er ist kräftig gebaut, besitzt ein markantes gelb-schwarz gemustertes Körperbild und verbringt einen Großteil seines Lebens eingegraben im Boden. Ambystoma tigrinum tigrinum benötigt ein großzügiges Terrarium mit tiefem Substrat, kühlen Temperaturen und hoher Bodenfeuchtigkeit. Die Art gilt als robust, solange Hitze und Austrocknung strikt vermieden werden.
Größe und Gewicht
• Körperlänge: 20–30 cm
• Gewicht: 120–250 g
• Weibchen meist größer und fülliger, Männchen schlanker mit längerer Schwanzflosse
Verbreitung und Lebensraum
Herkunft:
• USA (vor allem östliche und zentrale Regionen, je nach Unterart lokal unterschiedlich)
Lebensraum:
• Feuchte Wiesen, Wälder, Waldränder
• Unterirdische Gänge, Tierbauten und grabfähige Böden
• Temporäre Tümpel und Gewässer zur Fortpflanzung
• Sehr grabfreudige, bodenbewohnende Art
Ernährung in Terrarienhaltung
Generalistischer Wirbellosen- und Kleintierfresser.
Geeignete Futtertiere:
• Regenwürmer (Hauptfutter, ideal)
• Heimchen, Grillen
• Schaben
• Asseln
• Kleine Schnecken
• Gelegentlich Fischstücke oder Pinky-Mäuse (selten, nicht nötig)
• Zophobas / Mehlwürmer nur sehr sparsam (Chitinbelastung)
Fütterung:
• Adulte: 1–2× pro Woche
• Jungtiere: 3–4× pro Woche
• Calcium + Vitamine regelmäßig
• Sehr hohe Futtergier → Überfütterung vermeiden
Lebenserwartung
• 10–15 Jahre
• In optimaler Haltung bis 20 Jahre möglich
Haltung
Temperatur:
• Tag: 16–20 °C
• Nacht: 12–18 °C
→ Wichtig: Hitze >24–25 °C kann lebensgefährlich werden.
Kühle, konstante Bedingungen sind Pflicht.
Luftfeuchtigkeit:
• 60–80 %
• Substrat dauerhaft leicht feucht, aber niemals sumpfig
Terrarium & Einrichtung
Für 1 erwachsenes Tier: 100 × 50 × 40 cm
Für 2 Tiere: entsprechend größer, viel Bodenfläche.
Einrichtung:
• 10–20 cm Substrattiefe (Erde, Kokoshumus, Moos, Laub)
• Viele Verstecke: Korkröhren, Wurzeln, Steine
• Große Schale mit flachem, sauberem Wasser
• Gute Bodenfeuchte, aber trockene Rückzugsstellen
• Keine scharfen Kanten → Haut empfindlich
Beleuchtung
• Kein UVB zwingend notwendig
• Sanftes Licht, keine Hitzequellen
• Tag-Nacht-Rhythmus von ca. 12 Stunden
Wasser
• Große flache Schale
• Sauberes, entchlortes oder weiches Wasser
• Tiere baden und koten häufig → regelmäßige Reinigung
Sozialverhalten
• Grundsätzlich Einzelgänger
• Paarhaltung möglich, aber:
– ähnliche Größe
– ausreichende Fläche
– Kannibalismus bei Größenunterschieden
Besonderheiten
• Haut extrem empfindlich, Hände müssen nass und sauber sein → nie trocken anfassen
• Sehr grabfreudig, Terrarium muss ausbruchssicher sein
• Keine Hitze und kein helles Spotlicht – die Art ist kälteadaptiv