Rotaugenlaubfrosch (Agalychnis callidryas)
Der Rotaugenlaubfrosch ist eine ikonische mittelamerikanische Baumfroschart, bekannt durch seine leuchtend roten Augen, die grüne Grundfarbe und die auffälligen blau-orangen Flanken. Er ist nachtaktiv, kletternd und benötigt ein hoch strukturiertes, feuchtwarmes Regenwaldterrarium. Die Art gilt als sensibler als australische Laubfrösche und braucht präzise, stabile Klimawerte.
Größe und Gewicht
• Körperlänge: 5–7,5 cm
• Gewicht: 10–15 g
• Weibchen deutlich größer und kräftiger als Männchen
Verbreitung und Lebensraum
Herkunft:
• Mexiko (Süden)
• Belize
• Guatemala
• Honduras
• Nicaragua
• Costa Rica
• Panama
Lebensraum:
• Feuchtwarme, tropische Regenwälder
• Baumkronen und Sträucher nahe stehender Gewässer
• Sehr hohe Luftfeuchte, konstantes Klima, starke Abhängigkeit von Regenzeiten
Ernährung in Terrarienhaltung
Insektenfresser.
Geeignete Futtertiere:
• Grillen, Heimchen
• Kleine Heuschrecken
• Schaben (Blatta lateralis, dubia sehr sparsam)
• Wachsmottenlarven gelegentlich
• Fliegen, Spinnen, Motten
Fütterung & Supplementierung:
• Jungtiere: 4–5× pro Woche
• Adulte: 2–3× pro Woche
• Jedes Futter mit Calcium + Multivitamin bestäuben
• D3 moderat, UVB kann Supplementierung reduzieren
Lebenserwartung
• Durchschnittlich 5–8 Jahre
• In optimaler Haltung bis 10–12 Jahre möglich
Haltung
Temperatur:
• Tag: 25–28 °C
• Nacht: 22–24 °C
• Wärmespots vermeiden – sie überhitzen schnell
Luftfeuchtigkeit:
• 70–100 %
• Mehrfach tägliches Sprühen oder Beregnungsanlage
• Feuchte Abende + trockenere Vormittage simulieren Regenzeit
Terrarium & Einrichtung:
• Für 2–3 Tiere: 60 × 45 × 90 cm (L × B × H)
• Vertikale Einrichtung zwingend: Äste, Weinreben, Bambus, große Blätter
• Dichte Bepflanzung: Philodendron, Pothos, Bromelien, Farne
• Drainageschicht + feuchtes, sauberes Substrat
• Große, leicht zugängliche Wasserschale
Beleuchtung:
• 12-Stunden Rhythmus
• UVB sehr sinnvoll (2–5 %) → verbessert Vitamin-D-Stoffwechsel
• Hell genug für Pflanzen, aber nicht direkt auf die Tiere gerichtet
Wasser:
• Große Schale mit sehr sauberem Wasser
• Osmose/Regenwasser bevorzugt
• Täglicher Wasserwechsel
Sozialverhalten:
• Gut in Gruppen haltbar (2–5 Tiere)
• Keine extremen Größenunterschiede
• Männchen rufen laut während der Paarungszeit
• Keine Vergesellschaftung mit anderen Arten