Tomatenfrosch (Dyscophus guineti)
Der Tomatenfrosch ist eine kompakte, kräftig gebaute Froschart aus Madagaskar. Charakteristisch ist die orange bis rötliche Färbung, die im Drohverhalten deutlich intensiver wird. Die Tiere sind Bodenbewohner, graben sich gerne ein und benötigen ein warmes, leicht feuchtes Terrarium mit viel Substrattiefe. D. guineti ist kleiner und etwas schlanker als der echte Dyscophus antongilii, gilt aber insgesamt als robust.
Größe und Gewicht
• Körperlänge: 6–10 cm
• Gewicht: 50–120 g
• Weibchen deutlich größer und runder als Männchen
Verbreitung und Lebensraum
Herkunft:
• Nordwestliches und westliches Madagaskar (tiefer gelegene Regionen)
Lebensraum:
• Tropische Feuchtwälder
• Offene, feuchte Savannen
• Bereiche nahe temporären Gewässern
• Grabende Art – verbringt viel Zeit im Boden
Ernährung in Terrarienhaltung
Insekten- und Wirbellosenfresser.
Geeignete Futtertiere:
• Grillen, Heimchen
• Schaben (klein/mittel)
• Regenwürmer
• Asseln
• Mückenlarven, Fliegen
• Wachsmottenlarven & Zophobas nur selten (sehr fetthaltig)
Fütterung:
• Jungtiere: 4–5× pro Woche
• Adulte: 2–3× pro Woche
• Jedes Futter bestäuben mit Calcium + Multivitaminen
• Nicht überfüttern – Tomatenfrösche neigen stark zu Verfettung
Lebenserwartung
• 6–10 Jahre
• In optimaler Haltung bis 12 Jahre möglich
Haltung
Temperatur:
• Tag: 24–28 °C
• Nacht: 20–22 °C
• Keine starken Wärmespots, Tiere überhitzen schnell
Luftfeuchtigkeit:
• 60–80 %
• Abends sprühen
• Leicht feuchtes, nicht nasses Substrat
Terrarium & Einrichtung:
Für 1–2 Tiere: 80 × 45 × 45 cm
Größer ist immer besser, da sie viel graben.
Einrichtung:
• 10–15 cm Substrat: Kokoshumus, Erde, Laub
• Verstecke aus Rinde, Wurzeln, Kork
• Flache Wasserschale (täglicher Wasserwechsel)
• Pflanzen möglich, aber robuste Arten wählen
• Gute Belüftung – keine Staunässe
Beleuchtung:
• Tageslichtspektrum
• UVB niedrig möglich, aber nicht zwingend
• 12-Stunden-Tag-Nacht-Rhythmus
Wasser:
• Flache, breite Wasserschale
• Sehr sauberes Wasser, am besten Osmose/Regenwasser oder entchlortes Leitungswasser
Sozialverhalten:
• Meist Einzelgänger
• Paarhaltung möglich, aber genügend Platz nötig
• Kannibalismus gegenüber deutlich kleineren Tieren möglich
• Gemäßigte Aggressionen bei Stress oder Futterneid